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Raumfahrtindustrie – 3 Tage vorsätzlich Querdenken

Bremen/München (ots) – Wie schaffen es Konzerne eigentlich,
dauerhaft erfolgreich zu sein? Und das auch noch im Bereich
“Zukunftstechnologien” – wie zum Beispiel der Raumfahrt? Sicher gibt
es ganz unterschiedliche Wege. Einer davon ist gezieltes Querdenken.
Interview mit Gerd Heinrich, Einkaufschef der OHB-System AG in Bremen
– einem der führenden Raumfahrtkonzerne Europas.

Herr Heinrich, in der kommenden Woche sind Sie in München auf der
Luft- und Raumfahrtmesse AIRTEC. Warum eigentlich?

Die AIRTEC ist keine klassische Messe. Sie ist eine Mixtur aus
internationaler Fachausstellung, großem internationalen Luft- und
Raumfahrtkongress und den sogenannten B2B-Meetings. Dieses Gemisch
ist gerade das Spannende.

Wir alle sind doch geprägt vom “Üblichen” – vom eingetretenen
Pfad. Auf der AIRTEC verlasse ich diesen gezielt. Für die drei Tage
der Veranstaltung nehme ich mir Zeit für das Neue, für das
Unbekannte. Das webbasierte Match-Making-Konzept der AIRTEC sorgt
dafür, dass ich eben nicht die “Usual Suspects” treffe, sondern
potentielle neue Geschäftspartner, von deren Existenz ich bisher
nichts wusste und von denen ich eigentlich nichts erwarte. Ich lasse
den Zufall ganz absichtlich gewähren.

Wenn ich den optimalen Zulieferer, den optimalen Geschäftspartner
finden will, muss ich eben ausbrechen. Sonst verengt sich irgendwann
mein Blickwinkel. Das geht hier perfekt. Aber natürlich nur für drei
Tage. Danach lasse ich es eben auch wieder sein.

Warum ist die Mixtur aus Messe, Kongress und B2B-Meetings so
interessant? Bisher erwähnten Sie nur die B2B-Meetings.

Zu den B2B-Meetings passt das Conferencing perfekt. Das ist ein
nicht organisiertes Treffen im Business-Umfeld. Hier treffe ich
ungezwungen und nicht terminiert auf den Rest der Branche. Seien es
Kunden, Kollegen oder Konkurrenten. Eine weitere wichtige Komponente
ist das präsentierte Know-how: und auch hier steht die
Ungezwungenheit im Vordergrund, mit der ich aber auf der AIRTEC ganz
neue Themen in komprimierter Form kennenlerne. Und eben Akteure, die
ich bisher nicht kannte – die man aber kennenlernen muss.

Warum bekommen solche neuen Veranstaltungskonzepte plötzlich eine
solch große Bedeutung? Bisher ging es doch auch ohne?

Die Welt verändert sich. Geschäftsmodelle verändern sich.
Technologien ohnehin. Wir sehen im Rahmen der Industrie 4.0 viele
Veränderungen in der Art, wie wir arbeiten. Die Kunden haben durch
die Vernetzung heute ein ganz anderes Verhältnis zu Produkten. Hier
gilt es, darauf vorbereitet und gewappnet zu sein. Vorsätzliches
Querdenken – wie ich es Ihnen gerade am Beispiel der AIRTEC erläutert
habe – hilft da sehr. Das ist einer der Wege, stets die Speerspitze
zu sein.

Herr Heinrich, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Pressekontakt:
Jörn Gleisner
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