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Luftfahrt-Gipfel: In Deutschland verursachen Airlines europaweit die meisten Flugprobleme

Berlin (ots) –

– AirHelp vergleicht die Flugverspätungen und -ausfälle in allen
EU-Ländern und der Schweiz
– Airlines schulden deutschen Fluggästen bereits mehr als 800
Millionen Euro aufgrund von Flugproblemen – Höchstwert in Europa

Nirgendwo in Europa haben Flugreisende Anspruch auf mehr
Entschädigungen aufgrund von Flugverspätungen und -ausfällen als in
Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Analyse des weltweit
führenden Fluggasthelfer-Portals, AirHelp (http://ots.de/OoVj91),
anlässlich des morgigen Luftfahrt-Gipfels in Hamburg.

Demnach schulden Fluggesellschaften Flugreisenden in Deutschland
insgesamt rund 823 Millionen Euro aufgrund von Flugproblemen, die die
Airlines selbst verursacht haben. Das sind über 500 Millionen Euro
mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum selben Zeitraum im
Jahr 2017 gab es in diesem Jahr allein mehr als doppelt so viele
Flugausfälle in Deutschland. Waren es zwischen Neujahr und dem 22.
September 2017 noch rund 6.870 gestrichene Flüge, fielen in diesem
Jahr bereits 14.000 Flüge aus – Höchstwert in Europa.

Großbritannien: Mehr Flüge als in Deutschland, weniger
Entschädigungen

So stehen Fluggästen in Großbritannien beispielsweise rund 110
Millionen Euro an Entschädigungen weniger zu, obwohl es im
Vereinigten Königreich in diesem Jahr über 60.000 Passagierflüge mehr
gab als in Deutschland. Auch in Spanien, wo es bislang nur knapp
40.000 Flugbewegungen weniger gab als in Deutschland, schulden die
Airlines ihren Passagieren insgesamt rund 311 Millionen Euro weniger
aufgrund von ausgefallenen Flügen oder solchen, die ihr Ziel
mindestens drei Stunden verspätet erreichten. In beiden Ländern
verursachten die Airlines also deutlich weniger Flugprobleme, obwohl
es ähnlich viele Flugbewegungen gab.

Laura Kauczynski, Expertin für Fluggastrechte von AirHelp,
analysiert die Gründe für die vielen Flugprobleme in Deutschland: “In
diesem Jahr gab es in Europa ein Flugchaos wie nie zuvor und
deutschen Reisenden wurde der Urlaub besonders häufig vermiest.
Nirgendwo in Europa schulden die Airlines ihren Passagieren mehr
finanzielle Entschädigungen als hierzulande. Das ist neben den vielen
Streiks bei Ryanair vor allem auf den extremen Marktkampf im Zuge der
Insolvenzen von Air Berlin und Niki zurückzuführen.

Einige Airlines sicherten sich im Zuge dessen im großen Stil die
vakant gewordenen Start- und Landerechte an Flughäfen, die
sogenannten Slots, selbst wenn die nötigen Maschinen samt Besatzung
zur Nutzung nicht vorhanden waren. Da aufgrund der hohen Nachfrage an
Flugzeugen jedoch das Angebot an gebrauchten oder Leasing-Maschinen
zu gering ist, lassen viele Fluggesellschaften lieber Flüge ausfallen
und legen aufeinanderfolgende Verbindungen zusammen. Dadurch können
die Airlines ihre Slots zwar halten, doch ihre Passagiere sehen sich
mit Verspätungen und Flugausfällen konfrontiert und das ist so nicht
tragbar.

Passagiere, die von Flugverspätungen oder -ausfällen betroffen
waren, sollten daher unbedingt prüfen, ob sie Anspruch auf eine
finanzielle Entschädigung haben. Denn so können sie nicht nur von
ihrem Recht auf Schadensersatz Gebrauch machen, sondern auch die
Airlines dazu bringen sich wieder vordergründig um die Interessen
ihrer Kunden kümmern. Wir von AirHelp unterstützen Flugreisende dabei
und ziehen, wenn nötig, sogar für sie vor Gericht.”

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen
in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der
Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke.
Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der
tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den
ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können
ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei
Jahre nach ihrem Flugtermin.

Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle
können bewirken, dass die ausführende Airline von der
Kompensationspflicht befreit wird.

Nachfolgend stehen sämtliche Ergebnisse der Analyse bereit:
http://ots.de/RrYVGe

Pressekontakt:
Nils Leidloff | nils.leidloff@tonka-pr.com | +49.160.3624735

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