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Was tun bei Flugangst? / ADAC informiert über die Angst und gibt Tipps für Betroffene

München (ots) – Auch wenn die Urlaubsvorfreude noch so groß ist,
der Flug ans Ziel wird für manche Menschen zur Qual. 60 Prozent der
Passagiere empfinden ein leichtes Unbehagen, Angst oder gar Panik.
Der ADAC informiert, wie Betroffene mit der Angst umgehen können.

Große Nervosität beim Fliegen kann verschiedene Ursachen haben.
Wer unter Platzangst leidet, fürchtet sich vor der Enge und der
röhrenartigen Form von Flugzeugen. Andere haben Schwierigkeiten, die
Kontrolle an die Piloten abzugeben. Wieder andere haben Angst vor
Flugzeugunglücken. Das beginnt bei der Furcht vor starken Turbulenzen
bis hin zu Flugzeugabstürzen.

Grundsätzlich schützen Ängste vor unnötigen Risiken. Bei der
Flugangst handelt es sich allerdings um eine irrationale Form der
Angst. Flugzeuge sind nach wie vor das sicherste Verkehrsmittel. Doch
Statistiken helfen den Betroffenen nicht. Flugangst ist eine erlernte
Angst. Das Gefühl, sich im Flugzeug in einer Stresssituation zu
befinden, wird von Symptomen wie starkem Schwitzen und verkürzter
Atmung unwillentlich begleitet. Sobald man diese körperlichen
Reaktionen wahrnimmt, verschlimmern sie sich oft, wodurch die Angst
noch größer wird.

Trotzdem sollten Flugangst-Leidende sich immer wieder mit dem
Fliegen auseinandersetzen. Wer es häufig vermeidet, mit dem Flugzeug
zu reisen, verschlimmert seine Angst beim nächsten Flug. Denn mit
jedem Flug steigern sich die positiven Erlebnisse, bei denen nichts
passiert. Für Betroffene ist es wichtig, sich diese guten Erfahrungen
im Nachhinein noch einmal bewusst zu machen.

Um den Flug trotz Unbehagen oder Angst so angenehm wie möglich zu
gestalten, rät der ADAC, sich eine Fluggesellschaft auszusuchen, zu
der man Vertrauen hat und bei der man sich wohlfühlt. Auch die
Tageszeit kann entscheidend sein, da für einige Betroffene ein Flug
in der Nacht noch mehr Unbehagen auslöst als am Tag. Viele
Fluggesellschaften bieten auch in der Economy Class Plätze an, die
mehr Beinfreiheit und Komfort bieten. So fühlt man sich weniger
eingeengt und kann sich besser entspannen. Betroffene sollten nicht
zögern, Flugbegleiter anzusprechen. Sie sind im Umgang mit Menschen,
die unter Flugangst leiden, geschult und versuchen ihnen den Flug so
angenehm wie möglich zu gestalten. Wer sich wegen der unbekannten
Geräusche eines Flugzeugs fürchtet, kann über Kopfhörer Musik hören
oder Filme schauen.

Bei akuter Angst und Panik hilft es tief ein- und auszuatmen. Zur
Entspannung eignet sich außerdem die „progressive Muskelrelaxation“.
Dabei werden einzelne Muskelgruppen für circa zehn Sekunden
angespannt und dann abrupt wieder losgelassen. Dies kann man mit
Beinen, Oberkörper, Armen und Gesicht machen. Der Unterschied
zwischen gezielter Anspannung und gefühlter Entspannung kann helfen,
unangenehme Verspannungen zu lösen. Wer sich auf die Übungen und die
richtige Atmung konzentriert, ist außerdem von seiner Angst
abgelenkt.

Wenn die Angst sehr stark ausgeprägt ist, sollte man einen Arzt
aufsuchen. Eventuell liegt eine Angststörung vor, die therapeutisch
behandelt werden muss. Außerdem bieten viele Fluggesellschaften
Seminare an, bei der auf technische und psychologische Aspekte der
Angst eingegangen wird; am Ende des Seminars findet oft ein Flug in
Begleitung von Psychologen statt.

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