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Fraport-Hauptversammlung 2016: Gute Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt

Frankfurt (ots) – Basis: gute Verkehrsentwicklung in Frankfurt,
externes Geschäft mit positivem Beitrag und verbessertes
Finanzergebnis / herausfordernde Rahmenbedingungen im laufenden Jahr

Auf der heutigen Hauptversammlung der Fraport AG erläuterte
Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Schulte vor den Aktionärinnen und
Aktionären in der Jahrhunderthalle Frankfurt den Verlauf des
vergangenen Geschäftsjahres 2015. Dabei konnte er erfolgreiche Zahlen
präsentieren, die den Ausblick des Unternehmens voll erfüllten. Der
Umsatz stieg deutlich um 8,5 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Das
operative Konzern-Ergebnis EBITDA legte ähnlich stark um 7,4 Prozent
beziehungsweise knapp 60 Millionen Euro auf fast 850 Millionen Euro
zu. Noch stärker war der prozentuale Zuwachs beim Konzern-Ergebnis,
das um 18 Prozent beziehungsweise 45 Millionen Euro gesteigert werden
konnte und mit fast 300 Millionen Euro einen neuen Höchstwert
erzielte.

Basis für die gute finanzielle Entwicklung waren am Heimatstandort
Frankfurt der gute Passagierzuwachs, gerade auch im
Interkontinental-Bereich, und ein starker Netto-Retail-Erlös pro
Passagier, der um 19 Cent auf 3,62 Euro gesteigert werden konnte.
Trotz gemischter Entwicklung an den verschiedenen Standorten trug
auch das externe Geschäft erneut zum guten finanziellen Erfolg bei.
Vor allem die Ergebnisse der Flughäfen Lima und Ljubljana sowie der
amerikanischen Retail-Tochter Airmall konnten die Schwächen in
Antalya und St. Petersburg mehr als kompensieren. Auch das
verbesserte Finanzergebnis leistete einen Beitrag zum guten
Jahresabschluss, unter anderem wegen niedrigerer Zinsaufwendungen im
Zuge einer abgeschmolzenen Netto-Verschuldung und rückläufigen
Zinsraten. Der Fraport-Vorstandsvorsitzende richtete seinen Dank an
die Beschäftigten, die an 365 Tagen im Jahr ihren Beitrag dazu
leisteten, Fluggäste und Airlines zufriedenzustellen: „Sie machen es
möglich, dass wir unseren Anteilseignern diese guten Ergebnisse
präsentieren dürfen“, hob Schulte hervor.

Mit Blick auf die bevorstehenden Aufgaben und Herausforderungen
ging Schulte zu Beginn seiner Rede auf das neue Unternehmens-Leitbild
ein. Unter dem Claim „Gute Reise! Wir sorgen dafür“ definiert Fraport
die eigene Rolle als Flughafenbetreiber in einer neuen Form.
Steigende und immer differenziertere Kundenbedürfnisse stehen dabei
stärker im Fokus, um sich in der Konkurrenz der internationalen
Flughäfen behaupten zu können. Dazu gehöre es unter anderem, die
umfangreichen Service-Initiativen der vergangenen Jahre konsequent
fortzusetzen, um den Aufenthalt an den Fraport-Flughäfen angenehm zu
gestalten. Dabei halte auch die Digitalisierung Einzug in das
Flughafen-Management. Als wichtigstes Beispiel nannte Schulte die
neue Frankfurt Airport App mit Informationen und Orientierungshilfen
in mehreren Sprachen, einer Online-Shopping-Plattform für Produkte
aus den Flughafen-Shops sowie einem Kundenloyalitätsprogramm.

Auch die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Infrastruktur
gehöre weiterhin zu den wichtigsten Aufgaben des Frankfurter
Flughafenbetreibers. Unter einer Vielzahl von Maßnahmen sei aktuell
das Terminal 3 die bedeutendste, so Schulte. Die Bauaktivitäten
liegen gut im Zeitplan, der Trockenaushub sei beendet und die
weiteren Bauschritte befinden sich in der Ausschreibung oder in der
konkreten Planung. Auch die internationale Vorreiterrolle in Sachen
Schallschutz wolle Fraport weiterhin beibehalten und rechtfertigen.
In Frankfurt soll das Lärmpausen-Modell in den Regelbetrieb überführt
werden. Außerdem möchte Fraport den lärmabhängigen Anteil der
Flughafenentgelte in Frankfurt weiter steigern.

Neben dem Heimatstandort gewinnt auch das internationale Geschäft
zunehmend an Bedeutung. Bis zum Jahresende möchte Fraport den Betrieb
von 14 Flughäfen in Griechenland übernehmen. Die bereits
unterzeichneten Konzessionsverträge müssen in einem nächsten Schritt
vom griechischen Parlament ratifiziert werden. Schulte bewertete das
Engagement als Gewinn für beide Seiten: „Wir haben uns und unser
Vorhaben in Griechenland umfangreich vorgestellt und fühlen uns gut
angenommen. Wir halten den Markt vor allem unter touristischen
Gesichtspunkten weiterhin für attraktiv. Das Closing erwarten wir für
Ende dieses Jahres.“

Beim Ausblick auf die Passagierentwicklung berichtete Schulte von
einer wahrnehmbaren Buchungszurückhaltung vor allem bei touristischen
Reisen, die unter anderem auf die Angst vor Anschlägen zurückzuführen
sind. Fraport erwartet in Frankfurt einen Anstieg der Fluggastzahlen
zwischen einem und drei Prozent für das Jahr 2016, in dem der
Flughafen Frankfurt sein 80-jähriges Bestehen feiert. Das
Retail-Geschäft werde seit Jahresbeginn gedämpft von der Aufwertung
des Euro und einem Rückgang im Passagieraufkommen nach China,
Russland und Vietnam – Passagiere zu diesen Destinationen tragen in
hohem Maße zu den Retail-Erlösen der Fraport AG bei. Schulte zog das
Fazit, dass die Rahmenbedingungen nicht einfach seien – bildlich
gesprochen befinde man sich aktuell auf rauer See. „Wir müssen uns
strecken, um unsere Ziele zu erreichen“, bestätigte er den Ausblick
für das Gesamtjahr. Fraport erwartet ein EBITDA in der Bandbreite von
leicht über dem Vorjahresniveau bis hin zu plus 30 Millionen Euro
sowie ein Konzern-Ergebnis auf oder leicht über Vorjahresniveau. Dies
würde einen mindestens stabilen Dividendenvorschlag für das
Geschäftsjahr 2016 ermöglichen.

Pressekontakt:
Fraport AG
Christopher Holschier
Unternehmenskommunikation
Pressestelle
60547 Frankfurt am Main
Telefon +49 69 690-70553
c.holschier@fraport.de
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