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Fluglärm – Für die deutschen Flughäfen das Umweltthema Nummer eins

Berlin (ots) – Die deutschen Flughäfen wollen ihre europaweite
Vorreiterrolle beim Lärmschutz weiter ausbauen. Aus Anlass des „Tages
gegen Lärm“ am 29. April erklärte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer
des Flughafenverbandes ADV: „Die Reduktion der Fluglärmbelastung ist
und bleibt das Umweltthema Nummer eins der deutschen Airports.“ Dafür
wollen die Flughäfen unter anderem noch stärkere finanzielle Anreize
für den Einsatz leiser Flugzeuge schaffen.

Lärmabhängige Start- und Landeentgelte belohnen den Einsatz der
leisesten Flugzeuge. Zugleich müssen Airlines, die weiterhin ältere
und lautere Flugzeugmodelle im Einsatz haben, immer tiefer in die
Tasche greifen, wenn sie an deutschen Flughäfen starten und landen
wollen. Dazu Ralph Beisel: „Die lärmabhängigen Start- und
Landeentgelte haben sich als sehr wirksames Mittel zur Senkung der
Fluglärmbelastung erwiesen.“ Gerade hier könne der deutsche
Föderalismus seine Stärken zeigen, so Beisel: „Vor Ort kann die Lage
in der jeweiligen Flughafenregion natürlich am besten beurteilt
werden – also entwickeln die Airports ihre Lärmschutzprogramme in
enger Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden der Bundesländer
weiter. In dieser Zusammenarbeit liegt der Schlüssel zu
maßgeschneiderten Lösungen, die von der Bevölkerung auch mitgetragen
werden“. Die ADV warnt vor diesem Hintergrund vor unproduktivem
Aktionismus des Gesetzgebers: „Pauschale Vorgaben durch den Bund, die
alle Flughafenregionen über einen Kamm scheren, wären ein
Rückschritt“, betont Beisel. Gegenüber dem Straßen- und
Schienenverkehr gelten für die deutschen Flughäfen ohnehin längst die
schärfsten gesetzlichen Vorgaben.

Auf Initiative der ADV-Flughäfen kamen lärmabhängige Start- und
Landegebühren bereits in den 1970er Jahren zum Einsatz. Seither sind
die Flugzeuge, die auf deutschen Airports starten und landen um
durchschnittlich 75 Prozent leiser geworden. Doch aktive
Fluglärmvermeidung beschränkt sich längst nicht auf die gestaffelten
Start- und Landegebühren der Flughäfen. „Gemeinsam mit den Airlines
arbeiten wir laufend an der Optimierung von An- und Abflugverfahren,
um so wenige Menschen, wie irgend möglich durch Fluglärm zu
beeinträchtigen“, erklärt Beisel.

Pressekontakt:
Björn Potulski
Pressesprecher
Politik, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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