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Flughäfen leisten unverzichtbaren Beitrag für eine stabile Grundversorgung – Daseinsvorsorge gibt es nicht umsonst / Flughäfen benötigen Unterstützung bei der Liquiditätssicherung

Berlin (ots) – Der Flughafenverband ADV rechnet damit, dass es im Monat April zum größten Einbruch der Passagierzahlen seit Beginn der zivilen Luftfahrt kommt. Der Passagierverkehr kam an den Flughäfen fast zum Erliegen. Auch die Rückholflüge laufen zunehmend aus. Höchste Priorität hat jetzt der Frachtflugverkehr. „In einer Zeit, in der LKWs zunehmend im Stau vor geschlossenen Grenzen stehen, ist der Luftverkehr unverzichtbar für die Aufrechterhaltung der Logistikketten und für eine stabile Grundversorgung von Bevölkerung (u.a. mit Medizinprodukten) und Wirtschaft. Der Luftverkehr kann schnell und flexibel auf Nachfrageschwankungen und veränderte Warenströme reagieren“, erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Betriebswirtschaftlich ein Desaster

„Mehr denn je zeigt sich die wichtige Funktion der Flughäfen für die Daseinsvorsorge, so Beisel. Sie werden für Notfälle und für die Versorgung der Bürger benötigt.“ Damit Rückhol-, Rettungs- und Frachtflüge zuverlässig abgewickelt werden können, bleiben alle Flughäfen in Deutschland offen. Bislang konnten 175.000 deutsche Urlauber aus dem Ausland zurückgeholt werden.

Einige Flughäfen arbeiten im Minimumbetrieb. Kein Airport ist geschlossen. Die aktuelle Ausnahmesituation bringt die Flughäfen in eine schwierige wirtschaftliche Lage: In der letzten Woche verzeichneten die ADV-Flughäfen einen Passagierrückgang von über 90 Prozent. Die Kosten laufen weiter. Einnahmen gibt es fast keine. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein Desaster.

Daseinsvorsorge gibt es nicht umsonst

Um den Flughafenbetrieb in Krisenzeiten weiter verlässlich aufrechtzuhalten, brauchen die Flughäfen jetzt schnell Liquiditätshilfen und Kostenentlastungen. Die drastischen Sparmaßnahmen der Flughäfen reichen nicht aus. Das beschlossene Corona-Nothilfepaket der Bundesregierung, lässt die Airports weiter außen vor. Die KfW-Programme stehen nur Unternehmen zur Verfügung, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden. „Hier muss die Politik dringend nachjustieren. Flughäfen erfüllen in schwierigen Zeiten ihre Funktion der Daseinsvorsorge im Interesse Deutschlands und nehmen dafür hohe Kosten in Kauf. Im Gegenzug benötigen die Flughäfen Unterstützung – bei der Liquiditätssicherung, bei der Übernahme von Kosten oder direkten Zuwendung des Staates“, so der Appell des ADV-Hauptgeschäftsführers.

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