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TUI Group: Auch 2017 starker Ergebnisanstieg um 12 Prozent / Eigene Hotels und TUI-Kreuzfahrt-Töchter sind Wachstumstreiber

London/Hannover (ots) –

– Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen: “Drei Jahre in Folge
zweistelliges Ergebniswachstum. Bauen Position als führender
internationaler Touristikkonzern aus.”
– Gesamtjahr 2017: Bereinigtes EBITA um 12,0 Prozent(1)
gesteigert
– Umsatz wächst im Berichtszeitraum um 11,7 Prozent(1)

Hotel- und Kreuzfahrt-Töchter liefern inzwischen 56 Prozent des
operativen Ergebnisses

– Aufsichtsrat und Vorstand wollen Dividende von 0,65 Euro je
Aktie vorschlagen (Vorjahr 0,63 Euro)
– Prognose für durchschnittliches Ergebniswachstum um mindestens
10 Prozent (1) bis zum Geschäftsjahr 2020 verlängert.
– Winter 2017/18: Sehr gute Buchungen entsprechen voll den
Erwartungen

2017 war erneut ein sehr gutes Jahr für den TUI Konzern. Die TUI
verbesserte das bereinigte EBITA im Berichtszeitraum um 12,0
Prozent1, der Umsatz wurde um 11,7 Prozent (1) gesteigert. TUI hat
das selbstgesteckte Ziel von mindestens zehn Prozent Wachstum beim
bereinigten EBITA trotz anspruchsvollem Marktumfeld erneut
übertroffen. “Das dritte Jahr in Folge erreichen wir ein
zweistelliges Wachstum beim operativen Ergebnis. Mehr als die Hälfte
unseres Ergebnisses kommt bereits aus den TUI Hotel- und
Kreuzfahrt-Gesellschaften. Unsere erfolgreiche strategische
Neu-Ausrichtung spiegelt sich auch in den Zahlen deutlich wieder. TUI
ist heute durch das stark gewachsene Hotel- und Kreuzfahrtgeschäft
margenstärker und weniger saisonal. Das Geschäft ist deutlich
gleichmäßiger auf das ganze Jahr verteilt. Die klare Ausrichtung auf
Investitionen in margenstarke Hotels und Schiffe war Kern der
Strategie für die neue TUI nach der Übernahme 2014”, sagte
Vorstandsvorsitzender Fritz Joussen bei der Vorstellung der
Jahresbilanz zum Geschäftsjahr 2017 (1. Oktober 2016 bis 30.
September 2017) in London. Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter
profitieren davon, dass TUI strategisch neu aufgestellt und
finanzstark ist. “Wir investieren in neue Hotels und moderne
Kreuzfahrtschiffe. Und wir schütten eine attraktive Dividende an
unsere Aktionäre aus. Wir wollen diesen Kurs fortsetzen”, sagte
Joussen.

Übersicht Gesamtjahr 2017

Im Berichtszeitraum (1. Oktober 2016 bis 30. September 2017)
konnte die TUI Group den Umsatz auf Basis konstanter Wechselkurse um
11,7 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 17,2 Milliarden Euro)
erhöhen. Einschließlich Wechselkurseffekt ergibt sich ebenfalls ein
deutliches Plus um 8,1 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. Das
bereinigte EBITA wurde unter Berücksichtigung konstanter Wechselkurse
um 12,0 Prozent auf 1,121 Milliarden Euro gesteigert (Vorjahr 1,001
Milliarden Euro). Einschließlich Währungseffekt ergibt sich ein
Anstieg um 10,2 Prozent auf 1,102 Milliarden Euro.

Dividende: Vorstand und Aufsichtsrat schlagen 0,65 Euro je Aktie
vor Die Entwicklung der Dividende der TUI Group ist an die bereinigte
Ergebnisentwicklung des Konzerns auf Basis konstanter Wechselkurse
gekoppelt. Das starke Ergebniswachstum um 12,0 Prozent1 im
abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Basisdividende (0,58 Euro) ergibt
eine Dividende von 0,65 Euro je Aktie. Vorstand und der Aufsichtsrat
schlagen dies der Hauptversammlung am 13. Februar 2018 vor.

Weiteres Wachstum und mehr Effizienz durch Digitalisierung

Die TUI hat einen konsequenten Wandel vollzogen und ist heute ein
komplett anderes Unternehmen als vor fünf Jahren. “Die TUI 2017 ist
nicht vergleichbar mit der TUI 2012”, sagte Joussen. “Der Konzern war
im Kern ein Reiseveranstalter, heute ist die TUI Entwickler, Investor
und Betreiber von Hotel- und Kreuzfahrtgesellschaften. Wir werden
weiter in unsere eigenen Hotel- und Kreuzfahrtgesellschaften
investieren und damit neues Wachstum erzielen.” Die eigenen
europäischen Reise-Veranstalter sind starke Vertriebs- und
Marketinggesellschaften, die einen direkten Zugang zu den 20
Millionen Kunden des Konzerns in den Regionen und Märkten bieten. Für
eine einheitliche Sicht auf den Kunden werden jetzt moderne CRM
Systeme eingesetzt. Für mehr Effizienz und optimierte Erträge beim
Management der Bettenkapazitäten setzt die TUI auf ein eigenes
Yield-Management-System und die Blockchain Technologie. “Die
Blockchain ist bei TUI nicht Vision, sondern sie ist seit dem Sommer
2017 mit einer ersten Applikation, dem so genannten “Bed Swap”, live
im Einsatz”, so Joussen. Neue Kundengruppen will der Konzern in
Wachstumsregionen wie China und Südostasien erschließen, vollständig
digital und mit lokalen Partnern. Dort entstehen Mittelschichten, die
erst beginnen, das Reisen für sich zu entdecken.

Übersicht der Segmente

Hotels & Resorts mit starker Entwicklung, Durchschnittspreise pro
Bett gesteigert Hotels & Resorts hat das operative Ergebnis im
Gesamtjahr 2017 deutlich gesteigert, insbesondere RIU war erneut der
Wachstumstreiber bei den TUI Hotel-Gesellschaften:

– bereinigtes EBITA: +17,3 Prozent auf 356,5 Millionen Euro (Vorjahr:
303,8 Millionen Euro)

– bereinigtes EBITA auf Basis konstanter Wechselkurse: +19,2 Prozent
auf 362,0 Millionen Euro

– Durchschnittspreis pro Bett: 63 Euro (Vorjahr: 60 Euro)

– Durchschnittliche Auslastung: 79 Prozent (Vorjahr 78 Prozent) 2017
wurden insgesamt zehn neue Häuser der TUI Hotels & Resorts
Kernmarken eröffnet, darunter ein RIU Hotel in Jamaika, insgesamt
sechs Blue Diamond Hotels in Jamaika und St. Lucia und drei TUI
Blue Häuser, je eins in Kroatien, Italien, Teneriffa.

Kreuzfahrten: Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt

Seit dem 1. Halbjahr 2017 umfasst der Kreuzfahrt-Bereich die
Ergebnisse aller drei Kreuzfahrtgesellschaften: TUI Cruises, Marella
Cruises (früher Thomson Cruises) und Hapag-Lloyd Cruises. Im
Berichtszeitraum wurde das Ergebnis deutlich gesteigert, die
Durchschnittsraten verbesserten sich ebenfalls stark:

– Bereinigtes EBITA: +33,9 Prozent auf 255,6 Millionen Euro (Vorjahr:
190,9 Millionen Euro)

– Bereinigtes EBITA auf Basis konstanter Wechselkurse: +38,0 Prozent
auf 263,4 Millionen Euro

– Durchschnittliche Rate pro Tag und Passagier (in Klammern Vorjahr):
TUI Cruises 173 Euro (Vorjahr: 171 Euro)
Marella Cruises 131 GBP (Vorjahr: 121 GBP)
Hapag-Lloyd Cruises 594 Euro (Vorjahr: 579 Euro)

– Durchschnittliche Auslastung:
TUI Cruises 101,9 Prozent (Vorjahr: 102,6 Prozent)
Marella Cruises 101,7 Prozent (Vorjahr: 100,6 Prozent)
Hapag-Lloyd Cruises 76,7 Prozent (Vorjahr: 76,8 Prozent)

Im Juni 2017 hat die “Mein Schiff 6” die Flotte der TUI Cruises
erweitert. 2018 wird die neue “Mein Schiff 1” bei TUI Cruises in
Dienst gestellt. Auch Marella Cruises wurde modernisiert: im
Berichtszeitraum wurde die “Marella Discovery 2” in Dienst gestellt.
Die Flotte der TUI-Konzerntochter Hapag-Lloyd Cruises wird
mittelfristig ebenfalls erweitert und modernisiert: Im Kalenderjahr
2019 ergänzen die Neubauten “Hanseatic nature” und “Hanseatic
inspiration” als Luxus-Expeditionsschiffe die Flotte.

Vertrieb & Marketing in allen Regionen mit Gästezuwachs, starke
Entwicklung in Deutschland, den Nordischen Ländern und Benelux,
Gästezahlen in Region Nord um 3,5 Prozent gesteigert

Die Vertrieb- und Marketinggesellschaften in den
Quellmarkt-Regionen verzeichneten im Geschäftsjahr 2017 eine positive
operative Entwicklung, insbesondere in den Nordischen Ländern,
Deutschland und Benelux. Die Gästezahlen wurden über alle Regionen um
6,3 Prozent auf 20,2 Millionen gesteigert.

– Bereinigtes EBITA alle Regionen ohne Einmaleffekte und auf Basis
konstanter Wechselkurse: +3,0 Prozent auf 571 Millionen Euro
(Vorjahr: 554 Millionen Euro)

– Bereinigtes EBITA alle Regionen: -5,0 Prozent auf 526,5 Millionen
Euro

In der Region Nord (UK & Irland, Nordische Länder, Kanada,
Russland) werden seit dem 1. Halbjahr 2017 nicht mehr die Blue
Diamond Resorts sowie Marella Cruises (ehemals Thomson Cruises)
erfasst. In UK blieben die Nachfrage nach Reisen und die Buchungen
weiter hoch. Die Zahl der Gäste in der Region Nord konnte um 3,5
Prozent gesteigert werden. Die Nordischen Länder lieferten im
Berichtszeitraum eine sehr starke Entwicklung. Positiv wirkte sich
der veränderte Angebotsmix aus, mit mehr Angeboten für Spanien,
Zypern, Bulgarien und Kroatien.

– Bereinigtes EBITA Region Nord:
-9,7 Prozent auf 345,8 Millionen Euro (Vorjahr: 383,1 Millionen
Euro)

In der Region Zentral (Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen)
verzeichnete Deutschland eine sehr starke operative Entwicklung. Die
Gästezahlen der Region lagen um 4,7 Prozent über dem Vorjahreswert.
Im Flugbereich entstanden durch die krankheitsbedingten Ausfälle bei
TUI fly zu Beginn des Geschäftsjahres Einmalkosten in Höhe von 24
Millionen Euro. Durch die Insolvenz der Air Berlin und die damit
verbundenen notwendigen Veränderungen beim Leasing-Vertrag für
Flugzeuge und Crew wurden ebenfalls Einmalkosten in Höhe von 15
Millionen Euro verbucht. Ohne die beiden Einmaleffekte liegt das
bereinigte Ergebnis der Region um 26 Millionen Euro über dem
Vorjahreswert.

– Bereinigtes EBITA Region Zentral:
-16,0 Prozent auf 71,5 Millionen Euro (Vorjahr: 85,1 Millionen
Euro)

Das Ergebnis der Region West (Belgien, Niederlande, Frankreich)
wurde durch eine starke Entwicklung in Belgien und den Niederlanden
getrieben. Benelux verzeichnete insbesondere in der zweiten
Jahreshälfte eine starke Buchungsentwicklung. Belgien und die
Niederlande profitierten dabei auch vom Wechsel hin zur Dachmarke
TUI. Lediglich Frankreich konnte nicht zur positiven Entwicklung der
Region beitragen.

– Bereinigtes EBITA Region West:
+26,8 Prozent auf 109,2 Millionen Euro (Vorjahr: 86,1 Millionen
Euro)

Gute Buchungslage – aktueller Winter entspricht weiterhin den
Erwartungen

Die Buchungslage für den aktuellen Winter 2018 (Stand: 3. Dezember
2017) ist gut und entspricht voll den Erwartungen. Besonders hohe
Buchungszuwächse verzeichnen Thailand, die Kapverden und Nordafrika,
aber auch für die Türkei ziehen die Buchungszahlen an.

– Gebuchte Quellmarktumsätze:
+6 Prozent1
– Zahl der Gäste: +3 Prozent

(1) auf Basis konstanter Wechselkurse

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