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rbb exklusiv: Woidke von Berlin “zutiefst enttäuscht”

Potsdam (ots) – Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD) hat
seiner Verärgerung darüber Luft gemacht, dass die
Gesellschafterversammlung des BER das Nachtflugverbot nicht um eine
Stunde bis 6 Uhr verlängert hat.

Das “Njet” aus Berlin habe ihn betroffen gemacht, sagte Woidke am
Mittwoch dem rbb. Er sei “zutiefst enttäuscht”. Brandenburg habe
erwartet, dass Berlin dem Land in der Frage der Fluglärmbegrenzung
entgegen komme.

Jetzt gebe es aber klare Verhältnisse, so Woidke. Brandenburg
werde nun dafür sorgen, dass technische Fragen in den Vordergrund
rücken und alle Möglichkeiten suchen, für mehr Nachtruhe zu sorgen.

Mögliche Konsequenzen, wie etwa die Ankündigung der Linken,
künftige Geldzuweisungen an den BER mit Zugeständnissen beim
Nachtflugverbot verknüpfen zu wollen, werde man in Ruhe prüfen, so
Woidke.

Er bedauerte, dass die Meinung vieler Gegner einer Länderfusion
sich bestätigt habe, die erklärten, wenn es darauf ankomme, werde
sich Berlin nicht um die Interessen Brandenburgs kümmern.

Zum künftigen Finanzbedarf des BER sagte der Ministerpräsident,
bevor über neue Gelder für den Flughafen geredet werde, müssten
belastbare Zahlen über die bisherigen Ausgaben vorgelegt werden. Dies
habe die Geschäftsführung bisher nicht getan.

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