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DRF Luftrettung nutzt modernste Notfalltechniken / Team von Christoph 53 als erstes in Deutschland komplett ausgebildet (FOTO)

Filderstadt (ots) –

Im Gegensatz zu stumpfen Verletzungen, die etwa bei
Verkehrsunfällen auftreten können, bedrohen die sogenannten
penetrierenden Verletzungen, bei denen Fremdkörper in den Körper des
Patienten eindringen das Leben unmittelbar. Dies kann im Rahmen von
Unfällen geschehen, aber auch durch kriminelle Delikte wie
Messerattacken. Häufig sind damit starke innere Blutungen verbunden.
Noch am Notfallort sind daher Maßnahmen zur Sicherung der
Vitalfunktionen nötig. Die DRF Luftrettung hat das gesamte
medizinische Team der Station in Mannheim am Universitätsklinikum
Heidelberg geschult: Alle Notärzte und Notfallsanitäter (HEMS-TC)
können die dort erlernten, erweiterten invasiven Notfalltechniken am
Einsatzort anwenden. Die Fortbildung weiterer Stationen der DRF
Luftrettung in diesem Bereich ist in Planung.

Die Anwendung invasiver Notfalltechniken direkt am Einsatzort
stabilisiert Patienten mit hohem Blutverlust bereits vor dem
Transport in die Klinik und trägt dazu bei, Leben zu retten.
Gemeinsam mit Partnern wie dem Universitätsklinikum Heidelberg
arbeitet die DRF Luftrettung deshalb beständig an der Etablierung
modernster Techniken für Notfalleinsätze, um Menschenleben zu retten.
Denn auch, wenn die in den Seminaren der Uniklinik Heidelberg
erlernten Techniken in der Praxis nicht täglich zum Einsatz kommen:
Für den einzelnen Patienten sind sie überlebensnotwendig. Mit dem
erlernten Wissen sind alle Notärzte und Notfallsanitäter (HEMS-TC)
der Station Mannheim der DRF Luftrettung in der Lage, noch am
Einsatzort innere Blutungen zu stoppen, das Herz zu entlasten und
eine so genannte interne Herzdruckmassage durchzuführen.
Deutschlandweit ist das Team damit Vorreiter. Die Besatzung von
“Christoph 53” stellt somit stets sicher, dass schwerverletzte
Patienten maximal versorgt die optimal für sie geeignete Klinik
erreichen.

“Die DRF Luftrettung geht mit der Fortbildung des Mannheimer Teams
einen wichtigen Schritt im Sinne des Patienten”, so Dr. Marcus
Rudolph, Notarzt und Ableitungsleiter der medizinischen Fort-, Aus-
und Weiterbildung der DRF Luftrettung. “Gemeinsam mit unserem
Partner, der Uniklinik Heidelberg, können wir die Überlebensraten von
Patienten mit derartigen Verletzungen durch die erweiterten invasiven
Notfalltechniken erhöhen.”

Gemeinsam mit ihren Partnern arbeitet die DRF Luftrettung
beständig daran, neue Techniken zu entwickeln und zu etablieren, die
Leben retten. Seit Juni bietet die Akademie der DRF Luftrettung einen
Kurs für erweiterte invasive Notfalltechniken an. Auch mit dem
Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf, Abteilung Rechtsmedizin,
besteht eine Kooperation in diesem Bereich. Schritt für Schritt soll
dadurch auch die Expertise der Besatzungen an den Stationen der DRF
Luftrettung deutschlandweit ergänzt und das Personal in die Breite
geschult werden.

“Als Vorreiter in diesem Bereich ist es uns ein Anliegen, dass
nicht nur die Menschen in der Region Mannheim von unserem Wissen und
Können profitieren. Mittel- und langfristig sollen unsere Kompetenzen
allen Patienten in Deutschland zugutekommen”, unterstreicht Dr. Jörg
Braun, Fachbereichsleiter Medizin der DRF Luftrettung.

Pressekontakt:
Claudia Ziegler
T +49 711 7007-2204
claudia.ziegler@drf-luftrettung.de

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