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Carsten Spohr spricht sich für einen Strukturwandel bei Lufthansa aus

Hamburg (ots) – Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen
Lufthansa AG, spricht beim 8. Deutschen Wirtschaftsforum in der
Paulskirche in Frankfurt am Main über die aktuelle Lage des
Unternehmens. Er sei zuversichtlich, dass es zwischen den
Konfliktparteien in den nächsten Wochen zu einer vorübergehenden
Lösung komme: “Ich glaube, dass es in diesem Jahr noch zu einer
Schlichtung kommt. Das heißt für Sie als Kunden: keine weiteren
Streiks.”

Damit seien die grundsätzlichen Herausforderungen jedoch noch
nicht gelöst. Die Luftfahrt sei eine Branche mit zu vielen Spielern,
geringen Margen und hohem Investitionsdruck. Die Lufthansa könne auf
Dauer nur im Wettbewerb mithalten, wenn die Strukturen angepasst
würden: “Lieber ein paar Tage ohne die Deutsche Lufthansa, als
irgendwann ganz ohne Deutsche Lufthansa.” Das sei im Interesse aller,
schließlich sei die Airline ein wichtiger Teil der Infrastruktur –
nicht nur im Premium-Segment. In Europa habe sich ein sogenanntes
Low-Cost-Segment entwickelt, in dem Flüge über 100 Euro schon als
teuer empfunden würden: “Wir haben uns entschieden, in diesem Segment
mitzumischen.”

Momentan sei die Lufthansa im Luftverkehr die sicherste Art zu
reisen: “Wären wir nur so gut wie der Durchschnitt, müsste ich alle
drei Jahre schreckliche Dinge kommunizieren.” Sicherheit spiele eine
Schlüsselrolle im Unternehmen: “Bei uns geht es nicht nur ums Geld,
bei uns geht es um mehr.”

Beim Deutschen Wirtschaftsforum in der Paulskirche in Frankfurt am
Main versammeln sich am 8. Dezember 2016 zum achten Mal führende
Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, darunter
Janina Kugel, Dieter Zetsche, Friedrich Merz und Boris Becker.

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Clara Bluhm
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