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Niki Lauda im STERN: „Weltmeister werden ist einfacher, als eine Airline zu führen.“

Hamburg (ots) – Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist
beim Kauf der insolventen Airline Niki voll ins Risiko gegangen und
hat den Kaufpreis von angeblich 47 Millionen Euro „komplett“ mit
eigenem Geld bezahlt: „Zuerst war die Idee, es mit Thomas Cook und
Condor gemeinsam zu machen. Aber es ging schneller, allein
reinzugehen. Das war in der Nacht der Entscheidung wichtig.“ Das sagt
er im stern-Interview, das in der neuen Ausgabe am Donnerstag, dem 8.
Februar erscheint.

Wenn der Neustart der Fluggesellschaft, den Lauda für den 28. März
anstrebt, misslingt, sei er ein armer Mann: „Ich muss ehrlich sagen:
Da wäre richtig viel weg.“ Doch Sorgen bereitet das dem 68-jährigen
nicht: „Das ist doch die Herausforderung. So habe ich mein ganzes
Leben gestaltet. Das macht mir keine Angst.“

Ein Leben als Rentner kommt für Lauda nicht in Frage: „Jeder
macht, wie er will! Wenn Sie mit 50 in Pension gehen und am Strand
liegen wollen, dann ist das wunderbar. Aber ich bin halt anders. Je
mehr Wettbewerb, desto lustiger ist es für mich.“

Kunden will Lauda mit mehr Leistungen für die Passagiere gewinnen:
„Der Service an Bord ist überall runtergenudelt auf nichts. Wenn du
ein Glas Wasser willst, musst du zahlen. Das ist das neue Konzept des
Low-Cost-Fliegens. Ich mache einen Riesensprung gegenüber der
Konkurrenz, wenn ich wieder was anbiete. Ich will besser sein als die
anderen.“ So sei es bei allen seinen Airlines gewesen. „Bei mir
konnte man immer ein Wiener Schnitzel kaufen oder ein Sandwich. Und
auch eine Zeitung haben die Passagiere bekommen.“

Nach der inzwischen dritten Airline-Gründung beziehungsweise
-Übernahme sieht sich Lauda, der selber Jahre lang Passagierjets
geflogen ist, als Branchenexperte: „Ich kenne mich da gut aus“, sagt
er dem stern. „Das Wirtschaftliche interessiert mich: Grand Prix
gewinnen und Weltmeister werden ist einfacher, als eine Airline zu
führen.“

Bei seiner neuen, in Laudamotion umbenannten Fluggesellschaft will
der ehemalige Rennfahrer aber nicht wieder als Pilot einspringen:
„Ich bin über 65, das darf ich nicht mehr.“ Trotzdem werde man ihn an
Bord treffen: „Bei Laudamotion werde ich sicher öfter mitfliegen. Ich
will schauen, wie die Kunden hinten reagieren.“

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Veröffentlichung frei.

Pressekontakt:
Sabine Grüngreiff,
Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation,
Telefon 040 – 3703 2468,
gruengreiff.sabine@guj.de

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