Branchennews

Lufthansa Technik bringt „Landshut“ nach Deutschland zurück (FOTO)

Hamburg (ots) –

Fünfzehnköpfiges Team schafft Vorbereitung, Zerlegung,
Transportorganisation in fünf Wochen „Stolz, Teil einer historischen
Aufgabe zu sein.“

Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes hat ein Team der
Lufthansa Technik AG seit Ende August die ehemalige Lufthansa Boeing
737-200 D-ABCE „Landshut“ im brasilianischen Fortaleza fachmännisch
zerlegt und für den Transport vorbereitet. Heute traf das Flugzeug
„per Luftpost“ im Bauch einer Antonov An 124 sowie einer Ilyushin
IL-76 in seiner künftigen Heimat in Friedrichshafen am Bodensee ein.
Dort wird es im Dornier Museum seine künftige Heimat finden und der
Öffentlichkeit als Teil der Deutschen Geschichte zugänglich gemacht.

Am 22. August begann ein fünfzehnköpfiges Expertenteam der
Lufthansa Technik mit den Arbeiten. Große Schritte waren dabei
zunächst die Demontage der Triebwerke. Es folgten Höhen- und
Seitenleitwerke. Nachdem das Flugzeug aufgebockt wurde, konnten auch
die Fahrwerke entfernt werden. Der letzte aber auch aufwändigste
Schritt der Demontage begann am 13. September mit der Trennung der
linken Tragfläche vom Rumpf. Parallel liefen zu diesem Zeitpunkt
bereits die Transportvorbereitungen. Immer wieder wurde das
Projektteam von Medien begleitet und erhielt hochrangige Besuche des
Diplomatischen und Konsularischen Corps.

„Wir alle sind stolz, Teil der historischen Aufgabe zu sein,
dieses für die Deutsche Geschichte so wichtige Flugzeug zurück in die
Heimat zu holen“, sagt Martin Brandes, Projekteiter „Landshut“ bei
der Lufthansa Technik. Am 13. Oktober 1977 entführten vier
palästinensische Terroristen die Boeing 737-200 D-ABCE „Landshut
während des so genannten „Deutschen Herbstes“. Am 18. Oktober 1977
wurde die Entführung erfolgreich durch die GSG-9 in Mogadischu
beendet. Das Flugzeug flog bis 1985 für die Lufthansa und wurde dann
in die USA verkauft. Nach zahlreichen weiteren Besitzern wurde es im
Jahr 2008 in Fortaleza endgültig aus dem Betrieb genommen und stand
seitdem am Rande des Flughafens.

„4.000 spannende, herausfordernde aber auch faszinierende
Arbeitsstunden liegen hinter uns. Bei über 50 Grad
Innenraumtemperatur stundenlang in der Tragfläche kopfüber
Nietverbindungen zu lösen, ist nicht für jeden ein Traumjob. Aber wir
haben alle die nötige Motivation dafür. Die Chance, so einen Job zu
übernehmen, bekommt man nicht zweimal im Leben“, beschreibt Martin
Brandes die Begeisterung des Teams.

„Wir haben im Umfeld einer einmaligen Kombination aus
luftfahrttechnischer Perfektion, totaler Improvisation und
brasilianischem Humor gearbeitet“, beschreibt Projekt-Koordinatorin
Lisa Hafemann die Herausforderungen ihrer Planungsarbeit vor Ort. In
jeder freien Minute legte die ausgebildete Fluggerätmechanikerin
selbst Hand an und unterstützte bei der Demontage. „Gelernt ist
gelernt. Die Motivation, am Flugzeug arbeiten zu können, verlässt
einen nie.“

Unterstützung gab es von der gesamten Lufthansa Group – so
beispielsweise beim Transport des umfangreichen Equipments durch die
Lufthansa Cargo, aber auch von LSG Sky Chefs. Lufthansa Technik
Logistik Services organisierte Transport und Versand. Auch Condor
half unbürokratisch bei der Abwicklung von Transporten. „Bei einem
solchen Projekt für uns eine Selbstverständlichkeit“, sagt Johannes
Winter, Leiter Unternehmenskommunikation der Thomas Cook Group
Airlines.

Pressekontakt:
Lufthansa Technik AG
Unternehmenskommunikation
Weg beim Jäger 193
22335 Hamburg, Germany
Telefon +49-40-5070-3667
Fax +49-40-5070-8534
press.pr@lht.dlh.de
www.lufthansa-technik.com/aktuell

Sitz der Gesellschaft:
Lufthansa Technik AG, Hamburg
Registereintragung:
Amtsgericht Hamburg HRB 56865
Vorsitzender des Aufsichtsrats:
Carsten Spohr
Vorstand:
Dr. Johannes Bußmann
(Vorsitzender)
Constanze Hufenbecher
Antonio Schulthess
Dr. Thomas Stüger

Original-Content von: Lufthansa Technik AG, übermittelt durch news aktuell