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ILA 2016: Innovative Entwicklungen beim unbemannten Fliegen / ILA Berlin Air Show zeigt das breite Einsatzspektrum für die zivile und militärische Nutzung von unbemannten Flugsystemen (FOTO)

Berlin (ots) –

Unbemannt fliegende Systeme (Unmanned Aircraft Systems / UAS) sind
das global am schnellsten und stärksten wachsende Branchensegment.
Sie sind Kern der Zukunftstechnologie des 21. Jahrhunderts. Die ILA
Berlin Air Show stellt für diesen dynamischen Bereich den
Präsentationsrahmen für innovative UAS-Produktentwicklungen dar und
schafft eine effiziente Dialogplattform zwischen Industrie, Forschung
und Entwicklung sowie Anwendern. Hier werden Kooperationen zwischen
Forschungsprojekten, Startups und Industriepartnern aus der
Luftfahrtbranche vermittelt.

Vom 1. bis 4. Juni präsentiert die ILA 2016 diesen Zukunftsmarkt
mit einer UAS-Ausstellung im Freigelände sowie einem eigenen
UAS-Ausstellungsbereich in Halle 3. Insgesamt stellen rund 40
Aussteller aus zwölf Ländern Trends und innovative Anwendungsfelder
für UAS auf der ILA 2016 vor. Die Global Player der
Aerospace-Industrie und die Bundeswehr bieten an ihren Ständen mit
ausgewählten Exponaten einen Überblick über ihre neuesten
UAS-Technologielösungen. Ein themenspezifisches Konferenzprogramm
ergänzt das UAS-Angebot auf dem Berlin ExpoCenter Airport. In einem
eigenen Vorführbereich auf dem Display 1 stellen Aussteller von
kleineren UAVs ihre Geräte im Flug vor und demonstrieren die
unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten.

Forschungs- und Technologie-Know-how unter einem Dach

Unter dem Dach des UAS-Gemeinschaftsstandes in der Halle 3 stellen
namhafte UAS-Hersteller und -Forschungsinstitute ihre neuesten
Fluggeräte und Forschungsvorhaben kompakt in einem
Präsentationsbereich vor. Mit dem UAS-Pavilion unterstützt die ILA
auch 2016 wieder Universitäten, Forschungsinstitute, Startups und
Kleinhersteller zur Ausstellung von unbemannten Flugsystemen zur
zivilen Nutzung. So zeigt die Firma Electrofluidsystems Ingenieurbüro
Göksel erstmals flugfähige Nurflügel mit Plasma-Strömungskontrolle.
Die neue Plasmatechnik erlaubt Flugmanöver bei hohen Anstellwinkeln
und niedrigen Fluggeschwindigkeiten. Mit flexiblen Solarzellen kann
die Plasma-Drohne bis zu fünf Stunden in der Luft bleiben. Der
Multirotor G4 (Service-drone.de GmbH) ist weltweiter B2B-Marktführer
für professionelle Mikrodrohnen in Industrie, Dokumentation und
Vermessung. Jüngst hat das Berliner Unternehmen eine Multirotordrohne
an das Landeskriminalamt Berlin zur Tatortdokumentation ausgeliefert.

Die Hybrid-airplane.com demonstriert spezifische
Anwendungsmöglichkeiten des Hybrid-Flugzeugs H-AERO. Das neuartige,
patentgeschützte Flugkonzept ermöglicht lange, nachhaltige Einsätze
auf den Gebieten der luftgestützten Forschung, Aufklärung,
Kommunikation und Lagebilderstellung. Die Firma RITEX entwickelt in
einem Projekt ein unbemanntes Flugsystem, das bei verschiedenen
Überwachungsaufgaben eingesetzt werden kann. Dabei handelt es sich um
die Beobachtung bestimmter Zonen oder auch von Gebäuden. In der
zweiten Phase wird ein unbemanntes System entwickelt, das in der Lage
sein wird, Pakete bis zu drei Kilo mit einer geplanten Reichweite von
fünf Kilometern zu befördern. Easy Map UAV der polnischen Firma
TRIGGER ist ein professionelles System zur Luftbildmessung. Es können
NDVI Karten (Normalisierter Differenzen-Vegetations-Index) erstellt
werden, um die Arbeit der Landwirtschaft zu präzisieren und
Veränderungen in der Umwelt und ihrer natürlichen Ressourcen zu
kontrollieren.

DLR zeigt Leistungsspektrum von UAS

Mit dem 2012 in Dienst gestellten unbemannten
Forschungshubschrauber superARTIS des Deutschen Zentrums für Luft-
und Raumfahrt (DLR) werden anspruchsvolle automatische Flugmissionen
entwickelt. Im Fokus des DLR-Instituts für Flugsystemtechnik stehen
die selbständige Umwelterkennung, die Pfadplanung sowie eine
hochgenaue und dynamische Flugregelung. Das Projekt Sagitta wird
geführt vom Luftfahrzeughersteller Airbus Defense & Space und hat
sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag im zivilen wie auch
militärischen Bereich zur Weiterentwicklung der Technologie
unbemannter Luftfahrzeuge zu leisten. Hierfür arbeiten Doktoranden an
unterschiedlichen Forschungseinrichtungen an relevanten
Fragestellungen. Eingebunden sind dabei die Technische Universität
München, die Universität der Bundeswehr München, die Technische
Hochschule Ingolstadt, die Technische Universität Chemnitz, Airbus
Group Innovations sowie das DLR. Das vom DLR-Raumfahrtmanagement
gemeinsam mit dem Freistaat Bayern geförderte Verbundprojekt „Valles
Marineris Explorer“ – bestehend aus Forschern der TU Braunschweig,
des DLR-Instituts für Kommunikation und Navigation sowie der TU
München – soll in Simulationen und praktischen Versuchen auf der Erde
Navigationslösungen finden, mit denen ein solcher Schwarm in tiefen
Kratern und Schluchten fremder Planeten nach Leben suchen kann.

UAS im militärischen Bereich

Die Bundeswehr ist in Halle 3 mit mehreren UAVs für die Aufklärung
vertreten. Der 4-Rotor-Hubschrauber MIKADO mit Elektroantrieb liefert
in Echtzeit detaillierte Aufklärungsbilder. LUNA übermittelt als
programm- beziehungsweise ferngesteuertes Aufklärungssystem Video-,
Infrarotfilme und Standbilder in Echtzeit vom jeweiligen
Einsatzgebiet. Das Kleinfluggerät für Zielortung (KZO) gewährleistet
luftgestützte Aufklärung. Die Aufklärungsdrohne ALADIN dient der
Ziel-, Wirkungs- und Lageaufklärung bei Tag und Nacht.

Die US Air Force bringt die MQ-9 Reaper zur ILA 2016, eine Drohne
des US-amerikanischen Herstellers General Atomics zur
Luftnahunterstützung. Airbus ist mit einem KZO (Kleinfluggerät
Zielortung) Mock-up vertreten sowie der Heron TP, ausgelegt für
mittlere Flughöhen und lange Flugzeiten (Medium Altitude – Long
Endurance).

Die Firma ESG stellt im Freigelände auf der ILA PLAZA ein mobiles
Drohnenabwehrsystem vor. Seit 2015 bietet die ESG mit renommierten
Partnern eine Lösung zur Entdeckung, Identifizierung und Abwehr von
Gefahren durch Mikrodrohnen an. ITK Engineering stellt neue Ansätze
für die zulassungsfähige Entwicklung von UAS im International
Suppliers Center (1.-3.6., Halle 6, Stand 308) vor. Das international
tätige Technologieunternehmen berät dabei, wie Unternehmen trotz
fehlender Zertifizierungsvorgaben bereits heute die richtigen
wegweisenden Entscheidungen für eine effiziente und zulassungsfähige
Entwicklung von UAS treffen können.

UAS-Konferenzen im ILA ConferenceCenter (Halle 1)

Begleitet wird der UAS-Ausstellungsbereich durch mehrere
Fachkonferenzen im ILA ConferenceCentrum (Halle 1). Unter anderem
veranstalten der Bundesverband der Deutschen Luft- und
Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) und der European Aviation Security
Center e.V. (EASC) am 2. Juni die UAS-Konferenz „Zivile Nutzung
unbemannter fliegender Systeme – Zwischen Regulierung und
Wertschöpfung“. Das UAS-Programm im Überblick:

1. Juni 2016: 7. Future Military Pilot Training Konferenz (9-19
Uhr).
2. Juni 2016: Zivile Nutzung unbemannter fliegender Systeme –
Zwischen Regulierung und Wertschöpfung (13.30-17 Uhr).
3. Juni 2016: Rechtliche Rahmenbedingungen für den gewerblichen
Betrieb von Multicoptern (Drohnen) in Deutschland (15.30-16.30
Uhr). Außerdem: DRONEMASTERS.Berlin MeetUp #05.16 (18-20 Uhr).
4. Juni 2016: Rechtliche Rahmenbedingungen für den privaten
Betrieb von Multicoptern (Drohnen) in Deutschland (14-15 Uhr).

Erstes ILA Copter Race

Der Deutsche Modellflieger Verband e.V. und der chinesische
Multicopter-Hersteller Yuneec präsentieren den neuen Trend FPV Racing
(First Person View) auf der ILA 2016. In einem extra dafür
aufgebauten Race-Track auf dem ILA Freigelände (Display G) fliegen
professionelle Piloten ihre ferngesteuerten Rennboliden aus der
Cockpit-Perspektive. Die Besucher können das Renngeschehen auf einer
Großleinwand oder über eine spezielle Video-Brille wie ein imaginärer
Pilot miterleben. In den Rennpausen sind die Besucher zum praktischen
Ausprobieren eingeladen.

Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet:
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