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Fraport-Geschäftsjahr 2015: Positive Entwicklung trotz herausfordernder Rahmenbedingungen

Frankfurt (ots) – 61 Millionen Passagiere in Frankfurt / Deutliche
Steigerung der Ergebnisgrößen in 2015 / Verhalten positiver Ausblick
für 2016

Mit Zuwächsen im Passagier-Aufkommen um 2,5 Prozent auf 61
Millionen Passagiere und einer deutlichen Steigerung der
Finanzkennzahlen schloss der Fraport-Konzern das Geschäftsjahr 2015
erfolgreich ab. Der Konzern-Umsatz lag mit 2,58 Milliarden Euro
(adjustiert um IFRIC 12) um 8,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Das
operative Ergebnis (EBITDA) legte um 7,4 Prozent auf 848,8 Millionen
Euro zu, das EBIT stieg um 7,8 Prozent auf 520,5 Millionen Euro. Ein
deutliches Plus verzeichnete das Konzern-Ergebnis mit einer
Steigerung um 18,0 Prozent auf 297 Millionen Euro. Auch der operative
Cash Flow nahm um 28,8 Prozent auf 652,2 Millionen Euro zu,
wohingegen der Free Cash Flow einen noch stärkeren Zuwachs von 59,5
Prozent auf 393,6 Millionen Euro verzeichnete. Nach Anhebung der
Dividende für das Geschäftsjahr 2014, wird der diesjährigen
Hauptversammlung ein Dividendenvorschlag auf dem Vorjahresniveau von
1,35 Euro pro Aktie unterbreitet. Dies entspricht einer
Ausschüttungsquote von 45,1 Prozent des zugrunde liegenden
Konzern-Ergebnisses.

Ausschlaggebend für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung war zum
einen das Passagierwachstum in Frankfurt gepaart mit deutlich höheren
Umsätzen im Retail- und Parkierungsbereich. So hat sich der
Netto-Retail-Erlös pro Passagier gegenüber dem Vorjahreswert um 0,19
Euro oder 5,5 Prozent auf 3,62 Euro im Jahr 2015 erhöht. Darüber
hinaus haben insbesondere die weltweiten Aktivitäten außerhalb
Frankfurts zu dem deutlichen Ergebnisanstieg beigetragen. Begründet
lag dies in den nunmehr ganzjährig konsolidierten
Konzern-Gesellschaften AMU Holding (USA) und Aerodrom Ljubljana
(Slowenien), die in 2014 unterjährig erworben wurden, und einer
erneut exzellenten Entwicklung des Konzern-Flughafens in Lima (Peru),
die noch einmal verstärkt wurde durch die relative Schwäche des Euro
zum US-Dollar.

Der Spatenstich von Terminal 3 am Standort Frankfurt sowie die
Unterzeichnung der Konzessionsverträge zum Betrieb von 14
griechischen Regionalflughäfen markierten wesentliche Ereignisse im
vergangenen Jahr. „Der Baubeginn des dritten Terminals ist ein
wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung der Zukunfts- und
Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens Frankfurt. In Griechenland können
wir mit unserem Know-how in Sachen Entwicklung und Management von
Flughäfen einen wichtigen Beitrag für einen prosperierenden Tourismus
und zusätzliche Arbeitsplätze leisten. Daher sind wir überzeugt, mit
der Übernahme des Betriebs der griechischen Flughäfen eine
Win-Win-Situation für Griechenland und Fraport zu schaffen“, so Dr.
Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

Zum abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt sich Schulte zufrieden, für
2016 erwartet Schulte jedoch eine „rauere See“: „Im Jahr 2015 haben
wir eine deutliche Verbesserung der Ergebnisgrößen wie auch der
Finanzmittel und damit der Bilanzrelation Nettofinanzverschuldung zu
Eigenkapital erreicht. Entscheidend ist jetzt jedoch der Blick nach
vorne und der ist infolge terroristischer Anschläge aktuell durch
verhaltene Urlaubsflugbuchungen in Deutschland und deutliche
Passagierrückgänge in der Türkei gekennzeichnet.“

Angesichts dieser Unsicherheiten rechnet Fraport für das
Geschäftsjahr 2016 bei einem Passagierzuwachs in Frankfurt zwischen
einem und drei Prozent mit einer Entwicklung der operativen
Konzern-Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT von leicht über dem
2015er-Niveau bis hin zu plus 30 Millionen Euro. Weiterhin rechnet
der Vorstand bei Umsatzerlösen von bis zu 2,65 Milliarden Euro mit
einem Konzern-Ergebnis auf Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres
bis hin zu leicht darüber. Dies ist abhängig davon, wie sich die
Situation insbesondere bei dem türkischen Konzessionsflughafen
Antalya weiter entwickelt. Die Prognose berücksichtigt nicht den
Transaktionsabschluss zum Betrieb der griechischen Regionalflughäfen.

Das internationale Portfolio wies im vergangenen Jahr eine
uneinheitliche Verkehrsentwicklung auf. Während die Flughäfen
Ljubljana, Lima, Hannover und Xi’an ein erfreuliches Wachstum
verzeichneten, notierten die bulgarischen Twin Star-Flughäfen Varna
und Burgas gemeinsam sowie Antalya und St. Petersburg rückläufige
Passagierzahlen, die unter anderem auf die politische Situation
innerhalb Russlands zurückzuführen war.

Die Schwäche des Welthandels und die wirtschaftlichen Probleme
einiger Industrie- und Schwellenländern trugen zu einem um 2,6
Prozent rückläufigen Cargo-Aufkommen von 2,1 Millionen Tonnen in
Frankfurt bei.

Die einzelnen Segmente im Überblick:

Aviation: Der Segment-Umsatz konnte durch das Passagierwachstum am
Standort Frankfurt sowie durch die Anhebung der Flughafenentgelte um
4,9 Prozent auf 927,3 Millionen Euro gesteigert werden. Das
Segment-EBITDA blieb trotz des Umsatzanstiegs und höherer Erträge aus
Rückstellungsauflösungen mit plus 0,3 Prozent und 237,5 Millionen
Euro auf Vorjahresniveau. Deutlich gestiegene Aufwendungen durch
höhere Personalkosten und die Bildung einer Rückstellung für die
Übergangsversorgung der Werkfeuerwehrleute wirkten sich auf das
EBITDA im Segment Aviation aus. Mit einem leichten Anstieg von 0,7
Prozent verbesserte sich das Segment-EBIT auf 116,3 Millionen Euro.

Retail & Real Estate: Das Segment Retail & Real Estate
verzeichnete im Berichtsjahr ein deutliches Umsatzwachstum um 32,5
Millionen Euro auf 488,2 Millionen Euro (plus 7,1 Prozent).
Zusätzliche Erlöse im Retail-Geschäft bedingt durch die gestiegene
Anzahl an Fluggästen begünstigten diese Entwicklung. Insbesondere der
hohe Anteil interkontinental reisender Passagiere mit großem
Ausgabeverhalten wirkte sich umsatzsteigernd aus. Auch die Abwertung
des Euros gegenüber anderen internationalen Währungen, Einnahmen aus
Vermietung und Parkierung sowie die Veräußerung von Grundstücken auf
dem Mönchhof-Gelände wirkten sich positiv aus. Das Segment-EBITDA
stieg aufgrund höherer Erträge auf 378,8 Millionen Euro (plus 6,3
Prozent), während das EBIT um 7,3 Prozent auf 295,1 Millionen Euro
zulegte.

Ground Handling: Mit 673,1 Millionen Euro lagen die Umsatzerlöse
um 2,6 Prozent oder 16,9 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.
Höhere Passagierzahlen, gestiegene Höchststartgewichte und die
Anhebung der Infrastrukturentgelte führten zu diesem Wachstum, das
wiederum auf den Anstieg des Segment-EBITDAs auf 46,4 Millionen Euro
einzahlt (plus 4,7 Prozent). Der Rückgang des EBITs auf 6,0 Millionen
Euro (minus 20,0 Prozent) ist unter anderem mit dem Anteilsverkauf
der FCS Frankfurt Cargo Services GmbH begründet.

External Acitivies & Services: Bereinigt um die ergebnisneutrale
Erfassung kapazitativer Investitionen (IFRIC 12) erhöhte sich der
Umsatz auf 495,2 Millionen Euro (plus 27,7 Prozent). Der Anstieg der
Umsatzerlöse resultierte aus der positiven Verkehrsentwicklung in
Lima (Peru), den in 2014 unterjährig erworbenen
Konzern-Gesellschaften AMU Holdings (USA) und Aerodrom Ljubljana
(Slowenien) sowie aus der Umrechnung der in US-Dollar erfassten
Umsätze der Konzern-Gesellschaft Lima in die Konzern-Währung Euro.
Das Segment-EBITDA steigerte sich deutlich um 22,1 Prozent auf 186,1
Millionen Euro, das Segment-EBIT lag mit 103,1 Millionen Euro (plus
21,6 Prozent) über dem Vorjahreswert.

Die Präsentation sowie den Link zum Live-Stream der
Bilanzpressekonferenz finden Sie ab 10:30 Uhr in der
Online-Pressemappe unter http://www.fraport.de/de/presse.html.

Pressekontakt:
Fraport AG
Christopher Holschier
Unternehmenskommunikation
Pressestelle
60547 Frankfurt am Main
Telefon +49 69 690-70553
c.holschier@fraport.de
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