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Fluglärm im Blick – Die erfolgreiche Strategie der Luftverkehrsbranche: Verantwortungsvoll und leiser wachsen

Berlin (ots) – Die deutschen Flughäfen bauen ihr Engagement beim
Lärmschutz immer weiter aus. So setzen die Flughäfen finanzielle
Anreize für den Einsatz leiser Flugzeuge. Für die Bewältigung des
prognostizierten Passagierwachstum sind Flughäfen ebenso auf
verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen, wie auf die Akzeptanz
ihres Handels in der Bevölkerung.

„Die Debatte über Fluglärm ist wichtig und richtig. Mit der
Veröffentlichung der Fachpublikation „Fluglärmschutz im Blick“ möchte
der Flughafenverband ADV das Thema Fluglärm besser in der
Öffentlichkeit platzieren. Ziel der Flughäfen ist es, durch eine
Versachlichung mit Vorurteilen aufzuräumen und mit allen Beteiligten
im Gespräch zu bleiben.

Viele Erfolge sowohl beim aktiven als auch passiven Schallschutz
konnten erreicht werden. Die Flughafenbetreiber werden ihr hohes
Engagement beim Lärmschutz unvermindert fortsetzen. Der wirksamste
Beitrag für einen verbesserten Schutz der Bevölkerung sind moderne,
leisere Flugzeuge. Den Anteil der lärmabhängigen Entgelte haben die
Flughäfen in den letzten fünf Jahren verdoppelt“, erklärt Ralph
Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV.

Das Fluglärmschutzgesetz – Ein Meilenstein für den fairen
Interessenausgleich

Derzeit wird über Änderungen des Fluglärmschutzgesetzes beraten.
Die Bundesregierung arbeitet an einem Bericht zur Umsetzung des
Gesetzes aus dem Jahre 2007. Der Flughafenverband ADV lehnt eine
Verschärfung des Fluglärmschutzgesetzes ab. Das novellierte Gesetz
von 2007 ist ein modernes Gesetz, welches die Lärmschutzbelange der
Bevölkerung umfänglich berücksichtigt. Die seit dem Jahr 2007
veröffentlichten neueren Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung geben
keinen Anlass, die Lärmwerte des Fluglärmgesetzes zu ändern.

Die ADV-Airports realisieren, unterstützen und fördern zahlreiche
Fluglärmschutzmaßnahmen. Dafür setzen sie Instrumente des aktiven und
passiven Schallschutzes ein, in die sie bis Ende 2016 mehr als 1,1
Mrd. Euro investiert haben. Dies beinhaltet unter anderem die
Lärmminderung an der Quelle, die Flächennutzungsplanung und den
passiven Schallschutz sowie lärmmindernde Flugverfahren.

Die deutschen Flughäfen setzen bei der Umsetzung des
Schallschutzes auf einen transparenten Dialog mit den Bürgerinnen und
Bürgern. Bereits im Jahr 2014 hat der Flughafenverband ADV Leitlinien
für eine gute Bürgerbeteiligung verabschiedet. Die Leitlinien gehen
weit über die gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren hinaus. In diesem
Zusammenhang werden erhebliche Ressourcen zur Planung, Aufklärung,
Kommunikation und Entschädigung aufgewandt. Die deutschen
Verkehrsflughäfen nehmen dabei eine Vorbildfunktion bei großen
Infrastrukturprojekten ein. Damit wollen die Flughäfen verlässlicher
Partner vor Ort sein.

Mit der heutigen Veröffentlichung der ADV-Fachpublikation
„Fluglärmschutz im Blick“ weist der Flughafenverband auf eine
gefährliche Entwicklung hin: Flughäfen werden leiser, die gemessenen
Lärmwerte sind rückläufig und dennoch gibt es neue Betroffene. „Wie
passt das zusammen?“, fragt Beisel. Die Antwort gibt die
Langzeitstudie der Universität Bonn und der Technischen Hochschule
Aachen zur „Siedlungsflächenentwicklung im Flughafenumfeld“ (2017).
Die Bebauung an vielen Flughafenstandorten rückt immer näher an den
Flughafen heran. Baulücken werden geschlossen, bestehende Siedlungen
nahverdichtet oder es entstehen neue Bebauungsbereiche. „Diese
Entwicklung beobachten die ADV-Flughäfen mit Sorge, sind sie doch mit
Blick auf Lärmschutzverbesserungen problematisch, weil neue
Betroffenheiten entstehen und Lärmschutzmaßnahmen konterkariert
werden“, erklärt der Verbandschef.

Pressekontakt:
Isabelle B. Polders
Fachbereichsleitung Verbandskommunikation I ADV-Pressesprecherin
Tel.: +49 30 310118-14
Mobil: +49 173 2957558
polders@adv.aero

Sabine Herling
Fachbereichsleitung Verbandskommunikation I ADV-Pressesprecherin
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