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Flughafen bestätigt Wachstumskurs / 12,2 Millionen Passagiere in diesem Jahr bedeuten Rekord / Auch das Luftfracht-Aufkommen legt deutlich zu

Köln/Bonn (ots) – Der Köln Bonn Airport hat seine positiven
Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr bestätigt und befindet
sich nach Abschluss des dritten Quartals sowohl im Passagierverkehr
als auch bei der Luftfracht auf Wachstumskurs. 12,2 Millionen
Fluggäste werden bis Ende des Jahres am rheinischen Flughafen
gestartet und gelandet sein. Im Vergleich zu 2016 entspricht dies
einem Zuwachs von 2 Prozent und bedeutet neuen Passagierrekord. Auch
im Geschäftsfeld Cargo wird das Volumen bis Ende Dezember deutlich
zulegen – um 6 Prozent auf den neuen Höchststand von 830.000 Tonnen
umgeschlagene Waren und Güter. Der Flughafen wird 2017 erneut ein
positives Betriebsergebnis ausweisen: 4,1 Millionen Euro Gewinn nach
Steuern werden erwartet.

„Wir befinden uns in beiden wichtigen Verkehrssegmenten auf
Rekordkurs. Trotz des turbulenten Marktumfeldes und der derzeitigen
Konsolidierung unter den Airlines werden wir bei den Passagierzahlen
nochmal zulegen können. Am Jahresende wird zum ersten Mal die
12-Millionen-Marke übertroffen“, freut sich Flughafenchef Michael
Garvens.

Verantwortlich für die Zuwächse im laufenden Geschäftsjahr ist vor
allem Eurowings. Die Tochtergesellschaft der Lufthansa verzeichnete
im Europaverkehr und auch auf der Langstrecke ein signifikantes Plus.
So stieg etwa die Zahl der Passagiere auf den Interkontverbindungen –
unter anderem durch neue Ziele in den USA und Afrika – bis zum
dritten Quartal im Vergleich zu 2016 um 64 Prozent auf 519.000. Neben
Eurowings profitierten touristische Carrier wie SunExpress, Pegasus,
und auch Wizz Air von der guten Nachfrage und dem starken
Sommergeschäft. Die drei Airlines konnten zusammen rund 185.000
zusätzliche Fluggäste bis Ende September begrüßen.

Etwas gebremst wird das Wachstum durch die Air-Berlin-Insolvenz
sowie das Aussetzen der Ryanair-Verbindung nach Berlin im
Winterflugplan. Die damit verbundenen Kapazitätsreduzierungen können
größtenteils kompensiert werden, etwa durch den vorgezogenen Einstieg
von Eurowings mit bis zu vier täglichen Umläufen auf der
innerdeutschen Strecke nach München im Winterflugplan.

Im Winterflugplan neue Kapstadt-Route

Der Winterflugplan, der am 29. Oktober beginnt, beinhaltet 95
Ziele, die von 22 Airlines angeflogen werden. Eines der Highlights
ist die neue Low-Cost-Langstreckenverbindung der Eurowings nach
Kapstadt, die ab dem 5. November als Non-Stop-Flug ab Köln/Bonn
angeboten wird. Gleiches gilt für Windhoek in Namibia, das nach der
Aufnahme im Sommer nun auch im Winter buchbar ist. „Beides sind
Direktverbindungen, die es in NRW nur ab Köln/Bonn gibt. Die
Buchungszahlen sind sehr gut“, sagt Garvens.

Für Fernreisende ist auch die Verbindung der TAP Air Portugal
interessant, die Köln/Bonn mit Lissabon verbindet. Von Lissabon aus
sind zahlreiche Umsteigeverbindungen möglich – vor allem nach
Südamerika. Die irische Ryanair erweitert ihr Streckennetz im
Winterflugplan um acht Ziele, darunter Sevilla, Vitoria (Spanien),
Vilnius (Litauen) und Marrakesch (Marokko), die jeweils zweimal
wöchentlich angeflogen werden. Außerdem nimmt die irische Airline
Bologna, Bristol, Manchester und Treviso auf. Zudem fliegt Norwegian
in diesem Winter wieder nach Alicante, Málaga und Las Palmas auf Gran
Canaria.

Die gute Konjunktur beschert auch dem zweiten Standbein des
Flughafens, der Luftfracht, deutliche Zuwächse. Bis Ende des dritten
Quartals wurden bereits 606.191 Tonnen Cargo umgeschlagen, ein Plus
von 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bis zum Jahresende wird die
Frachtmenge auf 830.000 Tonnen ansteigen (+6%). „So einen
Wachstumsschub haben wir seit fünf Jahren nicht erlebt“, so
Flughafenchef Garvens. Köln/Bonn liege damit im europäischen
Vergleich der Expressfracht-Airports mit an der Spitze.

Die positive Entwicklung in den beiden Verkehrssegmenten beschert
dem Köln Bonn Airport wie bereits in den Jahren zuvor ein positives
Betriebsergebnis. Ende des Jahres wird der Gewinn 4,1 Millionen Euro
betragen (2016: 6,3 Mio. Euro). Der Umsatz klettert um 1,2 Millionen
Euro auf 320,3 Millionen.

Querwindbahn wird früher fertig

Planmäßig läuft die Erneuerung des Start- und Landebahnsystems.
Zurzeit laufen die vorbereitenden Arbeiten für die Generalsanierung
der großen Start- und Landebahn, die im April 2018 erfolgen soll.
Dabei wird die Oberfläche der 3.815 Meter langen und 60 Meter breiten
Asphaltpiste bei laufendem Flugbetrieb Schritt für Schritt
ausgetauscht.

Deutlich früher als geplant werden die derzeit noch andauernden
finalen Sanierungsarbeiten an der Querwindbahn abgeschlossen sein.
Diese wird am 5. Januar wieder für den Flugbetrieb zur Verfügung
stehen. Gleiches gilt entsprechend für die kleine Parallelbahn, die
derzeit ebenfalls aufgrund der Bauarbeiten nicht genutzt werden kann.
Für die Sanierung der Querwindbahn, die in zwei Bauabschnitten 2015
und 2017 erfolgte, investierte der Airport insgesamt rund 18
Millionen Euro.

Bauen und Projekte

Für den Neubau eines Flughafenhotels läuft aktuell der Investoren-
und Betreiberwettbewerb, der Anfang des kommenden Jahres
abgeschlossen wird. Im Zuge dessen werden im nächsten Schritt die
eingegangenen Angebote hinsichtlich der Architektur von einer
Fachjury bewertet. Im ersten Quartal 2018 soll dann mit der konkreten
Planung und Erschließung des Geländes begonnen werden. Das neue Hotel
wird zwischen den Terminals in unmittelbarer Nähe des
Flughafenbahnhofs entstehen. Geplant ist ein Haus mit etwa 200
Zimmern im 3- bis 4-Sterne-Segment.

Auch der Ersatzbau der DHL-Halle liegt voll im Plan. Derzeit läuft
dort die Fertigteilmontage, bis Ende des Jahres sollen Dach und
Fassade fertiggestellt sein. 2019 wird die Gesamtmaßnahme beendet.
Für den geplanten Transfergang – die luftseitige Verbindung zwischen
Terminal 1 und 2 – hat der Flughafen die Planungsaufträge vergeben.
Mit der Verbindung wird das Umsteigen zwischen den Terminals
erleichtert.

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